Unsere Schule 

Entwicklung


Der Unterricht begann im Rahmen der Familienorientierten Nachsorgemaßnahmen (FOR) für onkologische Patienten 1986 in der Klinik Bad Oexen in Bad Oeynhausen. In den ersten Jahren unterrichteten wir noch sehr viele Schüler in den sogenannten Akutkrankenhäusern. Bei einer Überprüfung der Schulen für Kranke im Land Nordrhein-Westfalen durch den Landesrechnungshof im Jahr 1991 stellte sich heraus, dass an manchen Schulen sehr viele Schulkinder mit recht kurzen Verweildauern aufgenommen worden waren. Im Erlass (1993) zur Ermittlung der Schülerzahlen wurde festgelegt, dass mindestens ein zu erwartender vierwöchiger Aufenthalt in einer Klinik oder einem Krankenhaus Voraussetzung für die stellenwirksame Zählung eines Schülers oder einer Schülerin an der Schule für Kranke ist (im Wesentlichen bestätigt durch Erlass von 2004 und Schulgesetz von 2005). Diese Vorschriften und die zurückgehenden Ver­weildauern aufgrund veränderter medizinischer Therapien und gesundheitspolitischer Vorgaben bedeuteten für die Schule für Kranke eine Verlagerung der Schwerpunkte. Wurden früher sehr häufig Kinder und Jugendliche nach Unfällen oder orthopädischen Eingriffen betreut, so fallen diese heute meist aus der Beschulung heraus, da sie nach kurzen stationären Behandlungs­zeiten zur ambulanten Weiterbehandlung nach Hause entlassen werden. 

 

Im Bereich der Schule für Kranke des Kreises Minden-Lübbecke bedeutet dies, dass in den Mühlenkreiskliniken in Lübbecke, Rahden und Bad Oeynhausen nur noch sehr selten Mädchen oder Jungen Unterricht erhalten. Die Entwicklung im Johannes Wesling Klinikum Minden zeigt einen ähnli­chen Trend (seit 1987 Unterricht durch Lehrerinnen der Schule für Kranke). Hier erreichen nur noch wenige Mädchen und Jungen die geforderte Aufenthaltsdauer von vier Wochen.

 

Im Bereich des Herz- und Diabeteszentrums NRW in Bad Oeynhausen werden aktuell herzkranke Kinder und Jugendliche beschult. Im HDZ bieten wir Unterricht seit 1988 an.

 

Einen starken Anstieg der Schülerzahlen hatten wir über Jahre hinaus in der Rehabilitati­onsklinik Bad Oexen zu verzeichnen. Nach anfangs unter zehn Kindern wuchs die Zahl der Schülerinnen und Schüler durch Erweiterung der Kapazitäten und Hinzunahme der kardiologischen zur onkologischen Nachsorge (seit 1994) auf zeitweise über 50 an. Die Klinik Bad Oexen schuf in Folge Angebote für Kinder aus verwaisten Familien (seit 1995), für jugendliche Reha-Patienten (Jugend-Reha seit 1997) und für Kinder erkrankter Mütter bzw. Väter (seit 2000). 


Gesundheitspo­litische Entscheidungen im Reha-Bereich haben zwischenzeitlich zu er­heblichen Einbrüchen geführt, die in den letzten Jahren aber mehr als ausgegli­chen wurden, so dass in Spitzenzeiten über 60 Mädchen und Jungen in Bad Oexen zu unterrichten sind. Aktuell zeigt sich nach mehreren Jahren mit zunehmenden Schülerzahlen ein leichter Rückgang ab.

 

In der Klinik Am Korso in Bad Oeynhausen, einem Fachzentrum für gestörtes Essverhalten, werden seit Schuljahresbeginn 1997/98 jugendliche Patienten mit unterschiedlichen Essstörungen behandelt. Dort stehen für die Jugendlichen 24 Therapieplätze zur Verfügung. Fast alle erhalten nach Absprache mit den behandelnden Ärzten und Therapeuten Unterricht durch Lehrkräfte der Schule für Kranke.

 

Im Oktober 2001 wurde die Tagesklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie in Minden mit elf Plätzen eröffnet. Die schulische Versorgung der Patientinnen und Patienten ist seitdem eines der Aufgaben­gebiete der Schule für Kranke. Die Zahl der Therapieplätze hat sich im Laufe der Zeit leicht auf 12 - 13 erhöht.

 

Nach Aufnahme des Unterrichts in diesem Haus stieg die durchschnittliche Schülerzahl der Schule für Kranke bis auf über 60. Aus diesem Grunde wurde im Mai 2000 eine Konrektorstelle für die Schule für Kranke beantragt und im Februar 2001 genehmigt. Seit Beginn des Schuljahres 2001/2002 unterrichtete die Konrektorin in der Tagesklinik und übernahm schwerpunktmäßig die dort anstehenden Leitungsaufgaben.

 

 

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